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Förderband Typen (Teil1)

Übersicht verschiedener Typen & Arten von Förderbändern


Gurtbandförderer

Der wohl am häufigsten verwendete Förderbandtyp ist der Gurtbandförderer. Das Gurtförderband findet sowohl im Innen- als auch Außenbereich Verwendung und wird oft auch als Bandförderer oder nur als Gurtförderer bezeichnet. Wie der Name schon sagt, spielt bei dieser Konstruktion der Gurt die wichtigste Rolle. Dieses, je nach Belieben lange Band läuft als Endlos-Band auf Rollen und dient damit dem Transport von einer ganzen Reihe von Gütern, Baustoffen und anderen Materialien. Der Antrieb des Gurtbandförderers erfolgt durch einen Motor bzw. durch elektrischen Antrieb. Das Förderband endet mit dem so genannten Abwurf, der vor allem bei der Produktion von kleineren Waren für eine gepflegte Lagerung und Landung sorgt, damit auch nichts „daneben geht“. Oft sind auch Trichter als Hilfsmittel am Ende des Gurtbandförderers installiert.

Gurtbandförderer bieten zahlreiche Vorteile. Sie sind sehr robust gebaut und haben daher nur sehr wenige Verschleißteile. So sparen sich Firmen hohe Reparatur- und Wartungskosten. Weiterer Vorteil von Gurtbandförderern ist die einfache Handhabung. Die Bauweise ist unkompliziert, die Leistung enorm. Auch auf besonders langen Strecken eignet sich der Einsatz eines Gurtbandförderers, vor allem dann, wenn eine große Anzahl von Waren transportiert werden muss. Das Gurtband kann aus unterschiedlichen Materialen bestehen, so sind in den Fabriken PVC transportbänder und Vliestransportbänder zu finden.

Es gibt aber auch negative Eigenschaften des Gurtbandförderers, die hier erwähnt werden sollten: so können keine Steigungen, sondern nur gerade Strecken bewältigt werden, außerdem dürfen die zu transportierenden Güter nicht heiß sein, da das Gummiband sonst eventuell in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Und auch wer extrem schwere Güter bewegen möchte, sollte lieber nicht zum Gurtbandförderer greifen.



Gurtband, Stahlband und Reversierband

Stahlbandförderer, Magnetförderbänder & Drahtbandförderer
Für Waren mit etwas mehr Gewicht ist stattdessen der Stahlbandförderer zu empfehlen. Er ist besonders unempfindlich, weshalb auf dieser Art von Förderband ohne Probleme Güter größeren Gewichts bewegt werden können. Außerdem ist der Stahlbandförderer sehr hitzebeständig. So können auch Waren, die gerade aus dem Ofen gekommen sind, zum Beispiel Glasartikel, transportiert werden. Auch für weitere „Problemartikel“ ist der Stahlbandförderer gerüstet. Dazu zählen Artikel, die einen starken Abrieb am Gummi verursachen würden, sehr spitze Gegenstände enthalten oder extrem klebrig sind und nur auf dem Stahlbandförderer keine Spuren hinterlassen.

Eine Alternative zum Stahlbandförderer ist der Drahtbandförderer. Er wird vor allem dann verwendet, wenn Tiefkühlprodukte oder andere gekühlte Waren befördert werden müssen, aber auch für Waschvorgänge und Sieb-Prozesse eignet sich der Drahtbandförderer. Hier ist außerdem nicht nur eine geradlinige Fortbewegung möglich, das Förderband kann in diesem Fall auch Kurven enthalten. In diesem Fall besteht das Band – wie bereits der Name der Konstruktion erahnen lässt – aus einem Geflecht von Drähten, die Trommel ist allerdings deutlich kleiner als bei der Stahlbandförderer-Variante. Zwischen -50 und 1000 Grad dürfen die Waren, die auf dieser Anlage transportiert werden, haben. Eine Förderbandlänge ist bis etwa 250 Meter sinnvoll, die Breite des Bandes kann bei bis zu sechs Meter liegen.

Etwas schmaler ist in der Regel das Magnetförderband oder der Magnetbandförderer. Er spart aber nicht nur Platz, sondern verfügt über eine weitere Fähigkeit, die schon aus dem Namen hervorgeht: die Magnetförderbänder sorgen durch die Magnetfunktion für eine einfache Sortierung von metallischen Gegenständen oder Gütern und solchen, die nicht aus Metall bestehen. Dadurch wird die Sortierung oder Trennung vereinfacht, das spart bei der Produktion Zeit und Geld, Produktionsprozesse können schließlich erheblich verkürzt werden. Darüber hinaus können Magnetförderer für magnetische Werkstoffe auch gut als vertikale Förderbänder eingesetzt werden.

Der Vorteil des Magnetförderbandes: das aus Edelstahl bestehende Band ist äußerst robust und alles andere als anfällig, sodass sich die Investitionskosten in jedem Fall lohnen und Reparaturarbeiten nur selten auf der Tagesordnung stehen. Vorwiegend werden mit dem Magnetförderband Stanzabfälle oder andere Metallteilchen sortiert oder aussortiert.



Reversierbänder
Eine besondere technische Möglichkeit bekommen Unternehmer mit dem Reversierband. Wer sich an dem englischen Wort „reverse“ (=zurück) orientiert, kann sich wahrscheinlich schon vorstellen, welche Fähigkeit die Reversierbänder besitzen: sie funktionieren genau wie Gurtbandförderer – mit dem einen Unterschied, dass sie in zwei verschiedene Richtungen gesteuert werden können. Das ist dann von Vorteil, wenn nicht nur von A nach B Bestandteile für ein Produkt transportiert werden müssen, sondern wenn letztendlich das fertige Produkt über dieselbe Strecke zurück bewegt werden muss (von B nach A).


Teleskopbandförderer & Kunststoffgliederförderer
Soll ein Bandförderer Güter nicht nur über eine ebene Strecke transportieren, sondern nach oben oder nach unten, dann empfiehlt sich die Anschaffung eines Teleskopbandförderers. Dieses ist frei verstellbar und ideal für die Be- und Entladung von LKWs oder höher gelegenen Lagerplätzen. Weil Teleskopbandförderer oft im Freien oder an verschiedenen Orten eingesetzt werden, sind sie zudem auch als mobile Variante oder kleinere Version erhältlich.

Ähnlich wie die Teleskopbandförderer funktionieren auch die Kunststoffgliederförderer. In erster Linie finden sie in der Autoindustrie Verwendung. Dafür müssen sie jedoch einige Voraussetzungen erfüllen. Das heißt, sie müssen sehr robust sein, dürfen nicht viel kosten und müssen einfach zu bedienen und warten sein. Alle diese Bedingungen erfüllen die Kunststoffgliederförderer, deshalb werden sie häufiger verwendet als die etwas anfälligeren Gurtbandförderer, die unter Umständen sogar zum Bänderstopp führen und dann für Produktionsausfälle sorgen können.

Was besonders für Firmen, die sich mit Automobilen oder ihrem Zubehör befassen, der wohl größte Vorteil ist, ist dass die hier beschriebenen Kunststoffgliederförderer sehr belastbar sind und auch bei Spuren von Öl, Wasser oder Bremsflüssigkeiten nicht beeinträchtigt werden.


Zahnriemenförderer
Ein weiterer Typ von Förderbändern ist der Zahnriemenförderer. Er ist etwa 10 bis 50 Meter lang, funktioniert mit einem Getriebemotor und kann eine Bandgeschwindigkeit zwischen sechs und bis zu 20 Meter pro Minute erreichen, diese Geschwindigkeit ist – je nach Bedarf – frei wählbar. Wie der Name schon sagt, ist bei dieser Vorrichtung ein Zahnriemen das wichtigste Instrument. Je nach Bedarf kann der Zahnriemenförderer als Mehrspurförderer, Einzelförderer oder Doppelförderer installiert werden.



Mobile Förderbänder und Fördertechnik Schüttgut


Mobile Fördertechnik
Mobile Bandförderer beweisen es: Förderbänder müssen nicht unbedingt fest in einer Firmenhalle oder auf dem Gelände eines Unternehmens installiert sein, sie können auch dorthin gebracht werden, wo sie gerade benötigt werden. Deshalb sind gerade mobile Bandförderer immer angesagter. So finden sie sich vor allem auf LKWs oder bei Firmen, die Bandförderer an wechselnden Stellen benötigen. Dadurch ist der Firmenbetreiber deutlich flexibler, außerdem können diese Art von Förderbändern – ähnlich wie die Teleskopbandförderer nach oben oder unten verstellt werden und somit eine deutliche Erleichterung beim Auf- und Abladen von Waren bedeuten.


Wendelförderer
Geht es um den steilen Transport nach oben, bei dem also Waren vertikal bewegt werden sollen, so empfiehlt sich ein Wendelförderer. Er lässt Güter von unten nach oben oder umgekehrt durch die Gegend befördern und ist vor allem für Baumaterialien oder Stoffe, die aus vielen kleinen Teilen bestehen, geeignet (Beispiel Sand, Korn oder Kieselsteine). Bewegt werden sie beim Wendelförderer durch ruckartige Bewegungen. Es entstehen durch den Antrieb gewisse Schwingungen, deshalb spricht man neben dem Wendelförderer auch vom Schwingförderer.

Größter Vorteil ist hier, dass heiße Produkte transportiert werden können und nicht mehr durch spezielle Technik abgekühlt werden müssen. Dies geschieht bei den Holperbewegungen automatisch, sodass die Teilchen am Ende des Förderbandes von selbst abgekühlt sind. Das spart Kosten.



Förderschnecken und Wendelförderer

Stufenhub Förderbänder, Linearförderer & Trommelförderer

Ebenfalls sehr Kosten sparend ist der Stufenhubförderer. Er ist sehr einfach gebaut und funktioniert nach einem simplen Prinzip, obwohl er sehr robust und belastbar ist. Wie der Name schon sagt, können hier Waren in die Höhe oder in die Tiefe befördert werden, dabei kann die Ausrichtung des Förderbands durch eine stufenweise Regelung eingestellt werden. Selbst größere Teile können mit dem Stufenhubförderer bewegt und sogar sortiert werden. Seinen Namen hat er auch deshalb, weil die verschiedenen Produktionsprozesse in mehreren Stufen erfolgen und dieses Förderband dafür geradezu prädestiniert ist, diese Stufen zu vollziehen.

Verwendet wird ein derartiger Stufenhubförderer zum Beispiel bei BMW und seiner Montage des Motors. Das Prinzip des Stufenhubförderers ist übrigens vergleichbar mit dem Wendelförderer. Um beim Wendelförderer zu bleiben: wer diesen besitzt, mag vielleicht auch einen Linearförderer verwenden.

Linearförderer sind im Allgemeinen für den horizontalen Transport von Gütern zuständig, gleichzeitig bilden sie das Bindeglied zwischen dem Wendelförderer und der als nächstes kommenden Maschine, die für die Weiterverarbeitung in einem Betrieb zuständig ist. Auch hier sorgen Schwingungen für die nötigen Bewegungen.

Sollen Kleinteile im großen Stil sortiert, entwirrt oder zugeführt werden, so empfiehlt sich ein Trommelförderer. Er bereitet Produktionsteile vor und leitet sie weiter an gewisse Maschinen oder Anlagen, wo sie dann weiterverarbeitet werden können. Trommelförderer heißt der Förderer deshalb, weil sich sämtliche zu fördernden Gegenstände in einer großen Trommel befinden und dort je nach Bedarf herum gewirbelt und wenn nötig sortiert werden. Auch hier werden also vor allem Schüttgüter weiter transportiert.


Förderschnecken
Eine Alternative dazu ist die Förderschnecke. Hierbei kann das Schüttgut in sämtliche Richtungen, also horizontal, vertikal und selbst diagonal transportiert und bewegt werden. Zudem können durch die hier beschriebenen Bewegungen Güter abgekühlt werden oder gemischt werden. Allerdings sollte die Förderschnecke nur eine sehr kurze Strecke bedienen, andernfalls ist der Aufwand zu groß.

Im Einzelnen unterscheidet man zwischen mehreren Arten von Förderschnecken. Zu nennen gibt es hier beispielsweise die Rohrschnecken. Sie werden nicht nur zum Transport, sondern auch wie Trogschnecken, zum Mischen von Gegenständen zum Weiterleiten für ein Bearbeiten oder zum Reinigen von Gütern verwendet. Die Größe der nötigen Trog- bzw. Rohrschnecke kann je nach Art der Güter variieren.

Edelstahlschnecken funktionieren nach dem gleichen Prinzip, sind aber durch ihre Bauweise noch ein ganzes Stück robuster. Hier können auch größere und schwerere Güter transportiert, bewegt und auch gedreht werden.

Sollen mehrere Vorgänge gleichzeitig vor sich gehen, so empfiehlt sich die Installation einer Doppelschnecke oder Dreifachschnecke. Hier geht der Produktionsvorgang zwar noch ein Stück schneller, allerdings werden auch eventuell anstehende Reparaturarbeiten oder Wartungsmaßnahmen ein ganzes Stück komplizierter ausfallen.

Speziell für den Bereich „Mischen“ gibt es auch noch ein Modell: die Mischschnecken, die beispielsweise bei einem Set von Nägeln für die richtige Mischung im Werkzeugkasten sorgen.